Wenn draußen Dauer-Grau herrscht und wir den Feiertags-Marathon hinter uns gebracht haben, ist es völlig normal, dass das Energielevel sinkt. Trotzdem versuchen viele von uns, den Winter wegzuoptimieren – mit vollen Kalendern, Dauer-Action für die Kids und dem Anspruch, weiter „funktionieren“ zu müssen. Dabei wäre jetzt genau die Zeit für mehr Pausen, weniger Druck und einen gemütlicheren Alltag.
#1 Mini-Stopps statt Durchhalten
Wintermüdigkeit will dich nicht ärgern – sie zeigt dir, dass dein Körper gerade mehr Regeneration braucht. Und die muss nicht fancy sein. Ein paar Minuten bewusst nichts tun, tief durchatmen beim Spazierengehen, ein Buch lesen im Bett, anstatt Nachrichten checken: Diese Mini-Stopps brauchst du jetzt zur Regeneration. Plane lieber einen Selfcare-Abend als den nächsten Pflichttermin. Durchhalten ist jetzt nicht die richtige Devise. Wenn Körper und Geist dir signalisieren, dass du eine Pause brauchst, nimm sie dir und halte für einen Moment inne.
Mein Buchtipp für dich: „Ein guter Winter“ von Ein guter Verlag ist ein geniales Selbstfürsorgetagebuch für den Winter, das dich achtsamer durch die dunkle Jahreszeit gehen lässt. Für mehr Selbstfürsorge und mehr Wohlbefinden.
#2 Weniger Events, mehr Quality Time
In der Zeit zwischen den Jahren und rund um Neujahr herum braucht niemand den Overload an Ausflügen und noch mehr „Wir müssen doch noch …“-Terminen. Von denen hatten wir im Dezember echt genug. Kinder vertragen jetzt auch mal ein bisschen Langeweile und Erwachsene brauchen die Zeit zum Auftanken. Bei der Wochenplanung darfst du also ruhig mal sagen: „Heute gehen wir es easy und chillig an. Jede*r macht, was er oder sie möchte.“ Das gilt für alle, auch für dich!
Buchtipp: Im Alltag mit Kindern muss nicht ein Highlight auf das nächste folgen. Was Kinder wirklich brauchen und wie wir die wertvolle Langsamkeit zurückgewinnen können, das zeigen die Autorinnen Nikola Schmidt und Julia Dibbern in ihrem Buch „Slow Family“.
#3 Licht reinholen gegen das Stimmungstief
Dunkle Monate drücken auf die Stimmung und aufs Energielevel – total normal. Ein bisschen Lichtmanagement kann da Wunder wirken. Diese 11 Lampen z. B. machen deine Wohnräume sofort gemütlicher. Aber auch schon zehn Minuten auf dem Balkon oder am Fenster können ein kleines Mood-Upgrade sein.
Wer gleich morgens einen kleinen Spaziergang macht oder die Kinder an der frischen Luft zur Schule oder Verabredung bringt, der tankt schonmal jede Menge Energie für den Tag. Ansonsten kann eine Tageslichtlampe für dein Arbeits- oder Wohnzimmer dabei helfen, den Lichtmangel in den Wintermonaten auszugleichen.
Den Winter softer leben
Der Winter gibt uns die Chance, zur Ruhe zu kommen und wieder aufzutanken. Wir müssen ihn nur aus der richtigen Perspektive betrachten: Statt ihn als ewige „Durststrecke“ zu verteufeln, kann er auch zu einer Reset-Phase werden, wenn wir es zulassen: Mehr warme Drinks, mehr Sofazeit, mehr kleine, unspektakuläre Rituale, die im Sommer untergehen. Wenn du die verbleibenden Wintertage als Zeit für Entschleunigung begreifst, fühlen sie sich weniger wie ein Pflichtprogramm an und mehr wie eine Einladung, mal kurz auf Pause zu drücken.
Mit den richtigen Routinen und Strategien kannst du die dunkle Jahreszeit gut überstehen: Ruhe, Achtsamkeit und Langsamkeit sind deine Verbündeten im Kampf gegen die hartnäckige Wintermüdigkeit. Du musst den Winter nicht „wegoptimieren“, sondern solltest ihn einfach softer leben. Wenn du ein bisschen Druck rausnimmst, Pausen zulässt und dein Energielevel nicht mit der Sommer-Version von dir vergleichst, wird die dunkle Jahreszeit genau die Ruhephase, die du gerade brauchst.





