Frieren deine Hühner im Winter wirklich und woran erkennst du das? Hier erfährst du, welche Signale du beachten solltest und was deinen Tieren jetzt hilft.
Frieren Hühner im Winter?
Hühner gelten als robuste Tiere, doch sinkende Temperaturen fordern auch sie heraus. Sobald die Luftfeuchtigkeit steigt oder Wind durch den Auslauf zieht, kühlt der Körper schneller aus. Viele Hühnerbesitzer*innen fragen sich deshalb, wie viel Kälte ihre Tiere aushalten und ab wann sie reagieren müssen. Ein gut isolierter Stall, ein trockener Untergrund und geschützte Sitzstangen machen im Alltag einen großen Unterschied.
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Was sind typische Anzeichen für frierende Hühner?
Damit du schnell reagieren kannst, lohnt sich ein genauer Blick auf das Verhalten deiner Hühnerschar. Frieren die Tiere, plustern sie ihr Gefieder auf, wirken auffällig ruhig oder rücken beim Schlafen enger zusammen.
Manche Hühner bleiben lieber im Schutzhaus, statt den Auslauf zu nutzen. Auch ein blasser oder leicht bläulicher Kamm zeigt, dass die Durchblutung nachlässt. Werden die Tiere zunehmend inaktiv, solltest du sofort das Stallklima prüfen.
Wie unterstützt du deine Tiere bei Kälte?
Ein zugfreier, trockener Stall schützt deine Hühner zuverlässig. Sitzstangen auf Brusthöhe, frische Einstreu und ein geschützter Bereich im Auslauf sorgen zusätzlich für Wärme. Kontrolliere regelmäßig, ob Feuchtigkeit entsteht, denn nasses Gefieder lässt die Tiere schneller auskühlen.
Wie hältst du deine Tiere warm?
Damit deine Hühner frostige Tage gut überstehen, braucht es nach der British Hen Welfare Trust vor allem einen geschützten und trockenen Stall. Eine solide Dämmung stoppt Zugluft und hält die Wärme im Inneren. Für den Boden eignet sich trockene Einstreu aus Stroh oder Hobelspänen, die du regelmäßig erneuerst, damit sie Feuchtigkeit zuverlässig aufnimmt.
Achte darauf, dass trotzdem etwas Luft zirkuliert, denn stehende Feuchtigkeit begünstigt Schimmel und belastet die Atemwege. Kalte Metallflächen oder offene Spalten deckst du am besten mit Holz oder einer dicken Schicht Stroh ab, damit sie nicht auskühlen.
Was tust du bei extrem niedrigen Temperaturen?
Auch der Platz im Stall beeinflusst, wie wohl sich deine Hühnerschar fühlt. Die Tiere drücken sich gern aneinander, um Wärme zu speichern, brauchen dafür aber genug Raum, ohne sich zu bedrängen.
In Gegenden mit extrem niedrigen Temperaturen hilft eine leichte Frostschutzheizung. Sie verhindert, dass Wasser gefriert und die Grundtemperatur zu stark fällt. Achte aber darauf, dass der Stall nicht zu warm wird, denn große Temperaturunterschiede schwächen das Immunsystem deiner Tiere.
Ernährung im Winter: Wie bekommen deine Hühner genug Energie?
Wenn es draußen kalt wird, steigt der Energiebedarf deiner Hühner deutlich. Ihr Körper arbeitet auf Hochtouren, um die Wärme zu halten. Jetzt lohnt sich ein Futterplan, der mehr Eiweiß und gesunde Fette liefert. Reichhaltige Körnermischungen, ölhaltige Saaten oder ein kleiner Schuss Pflanzenöl über dem Futter geben den Tieren die Power, die sie an frostigen Tagen brauchen.
Viele Hühner freuen sich in der kalten Jahreszeit über kleine Extras, die zusätzlich Energie liefern. Besonders gut kommen Haferflocken, Sonnenblumenkerne oder gekochte Kartoffeln an. Ein warmes Mash oder leicht angefeuchtetes Getreide am Morgen gibt deinen Tieren einen angenehmen Start in den Tag und unterstützt die Wärmeregulation.
Achte außerdem darauf, dass immer frisches, nicht gefrorenes Wasser bereitsteht. Ohne ausreichende Flüssigkeit fällt es den Tieren deutlich schwerer, ihre Körpertemperatur stabil zu halten.
Am Ende zählt ein guter Mix aus Schutz, Futter und Aufmerksamkeit, damit deine Hühner gesund durch die kalte Jahreszeit kommen. Wenn du Stall, Ernährung und Verhalten im Blick behältst, reagieren deine Tiere gelassen auf Frost und Schnee.


