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Deshalb hören Wühlmäuse auch im tiefsten Winter nicht auf zu graben

Cute bank vole (Myodes glareolus) tries to carry a walnut in winter.
© Getty Images / Andyworks

Auch wenn draußen Frost herrscht, bleiben Wühlmäuse in euren Gärten aktiv. Ihre Tunnelsysteme bieten ihnen Schutz vor der Winterkälte, während sie gleichzeitig die Wurzeln eurer Pflanzen gefährden.

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Selbst wenn draußen Minusgrade herrschen und der Boden hart gefroren ist, bleiben Wühlmäuse erstaunlich geschäftig. Unter der Erde graben sie fleißig weiter ihre Tunnel und knabbern munter an Wurzeln, sehr zum Leidwesen von euch Hobbygärtner*innen. Während an der Oberfläche winterliche Ruhe herrscht, macht ihr euch berechtigte Sorgen um eure Sträucher, Obstbäume und das Gemüsebeet. Doch was macht diese kleinen Nager so unempfindlich gegen die winterliche Kälte?

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Warum Wühlmäuse im Winter nicht zur Ruhe kommen

Anders als viele andere Tiere halten Wühlmäuse keinen Winterschlaf und bleiben auch in der kalten Jahreszeit äußerst aktiv. Ihr findet sie unter der Erde, oft geschützt durch eine Schneedecke, wo sie in ihrem verzweigten Gangsystem leben. Diese unterirdischen Tunnel verlaufen typischerweise in einer Tiefe von fünf bis 30 Zentimetern – eine Zone, die sie vor Frost bewahrt. In dieser Bodenschicht bleibt die Temperatur relativ stabil und frostfrei, was den kleinen Nagern ermöglicht, ungestört ihre Behausungen zu nutzen und auf Nahrungssuche zu gehen.

Wühlmäuse haben sich perfekt an die winterlichen Herausforderungen angepasst. Ihre rein vegetarische Ernährung besteht aus Wurzeln, Knollen und anderen Pflanzenteilen, die sie auch im Winter problemlos finden können. In ihrem unterirdischen Labyrinth richten sie praktische Vorratskammern ein, wo sie Nahrungsreserven für knappe Zeiten anlegen. Der Schnee wirkt dabei wie eine schützende Decke, unter der sie munter bleiben und ihr Tunnelsystem weiter ausbauen können.

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Das erklärt, warum eure Pflanzen auch bei Kälte nicht vor den Wühlmäusen sicher sind und erhebliche Schäden entstehen können. Obwohl sich die Nager im Winter weniger vermehren, bleiben sie durchgehend aktiv, was sie zu Schädlingen macht, mit denen ihr das ganze Jahr über rechnen müsst.

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So helfen natürliche Feinde im Winter gegen Wühlmäuse

Im Kampf gegen Wühlmäuse im Winter sind natürliche Feinde eure besten Verbündeten. Besonders effektiv jagen dabei verschiedene Wieselarten, allen voran das Mauswiesel. Aber auch Füchse, Iltisse, Marder, Dachse und eure Hauskatzen tragen zur Dezimierung bei. Haltet außerdem Ausschau nach Mäusebussarden, Turmfalken und Schleiereulen, die ebenfalls eifrig Wühlmäuse erbeuten.

Beachtet aber: Eine geschlossene Schneedecke erschwert Greifvögeln und Eulen im Winter die Jagd erheblich. Der Fuchs hingegen kann dank seines ausgezeichneten Gehörs weiterhin erfolgreich jagen. Auch Hermeline und Wiesel bleiben aktiv und verfolgen die Wühlmäuse sogar in deren unterirdische Gänge. Damit sind sie besonders wirksame Jäger. Durch ihr Jagdverhalten können diese Raubtiere die Wühlmauspopulation deutlich reduzieren.

Wollt ihr diese natürlichen Helfer unterstützen? Stellt Sitzstangen für Greifvögel auf, schafft Einfluglöcher in Gebäuden für Eulen und errichtet Steinhaufen, die Wieseln als Unterschlupf dienen können.

Diese Hausmittel vertreiben Wühlmäuse in der kalten Jahreszeit

Im Winter könnt ihr gegen Wühlmäuse vor allem stark riechende Substanzen einsetzen, die die Nagetiere in die Flucht schlagen. Gießt fermentierte Buttermilch in die Wühlmausgänge, um die unerwünschten Gäste loszuwerden. Auch Essig, alkoholische Getränke oder saure Buttermilch eignen sich zum Einbringen in die Gänge.

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Achtet aber darauf, einen Ausgang für die Tiere offenzulassen. Wenn ihr Fell von euren Haustieren wie Katzen oder Hunden an den Ausgängen und im Gartenareal verteilt, schreckt das die Wühlmäuse ab, da sie diese natürlichen Feinde meiden. Zusätzlich helfen stark duftende Pflanzen wie Lavendel, Knoblauch und Kaiserkronen oder auch Thujen. Alternativ könnt ihr Eukalyptusöl verwenden, das ihr beispielsweise als Granulat im Handel findet.

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Wenn ihr auf mechanische Methoden setzt, könnt ihr Pflöcke einschlagen, die durch Schall oder Vibrationen die Nager vertreiben. Greift zu chemischen Mitteln wie Ködern und Fallen am besten im späten Herbst. Zu dieser Zeit wird das Nahrungsangebot für die Wühlmäuse knapper, weshalb sie eure Köder eher annehmen. Achtet unbedingt darauf, dass alle Köder und Bekämpfungsmittel kindersicher ausgelegt werden und wählt umweltverträgliche Produkte, um Schäden an der Natur zu vermeiden.

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Auch mit allen Vorsichtsmaßnahmen bleibt der Winter eine Saison, in der ihr besonders aufmerksam auf Wühlmäuse achten solltet. Wenn ihr bemerkt, dass eure eigenen Bekämpfungsversuche nicht ausreichen, zögert nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sowohl Beratungsstellen für Gartenfragen als auch lokale Schädlingsexpert*innen und Gemeinschaften von erfahrenen Hobbygärtner*innen können euch mit wertvollen Ratschlägen unterstützen, um die Schäden langfristig einzudämmen.