Vielleicht geht es dir auch so: Du hast ausreichend geschlafen, aber fühlst dich trotzdem erschöpft? Während du dich durch den Tag bewegst und zur dritten Tasse Kaffee greifst, könnten kleine, unscheinbare Gewohnheiten der wahre Grund für deine Müdigkeit sein. Diese alltäglichen Verhaltensweisen entziehen dir unbemerkt deine Energie.
Wenn du dich abends aufs Sofa setzt und dich fragst, warum du schon wieder so müde bist, obwohl der Tag eigentlich „ganz normal“ war, dann bist du nicht allein. Viele von uns pflegen unbewusst Gewohnheiten, die unsere wertvolle Energie verbrauchen. Da ist zum Beispiel das ständige Smartphone-Checking während eines Gesprächs, das morgendliche Überlegen vor dem Kleiderschrank, was du anziehen sollst, oder die kreisenden Gedanken, wenn du eigentlich entspannen möchtest. Die gute Nachricht: Sobald wir diese heimlichen Energieräuber erkennen, können wir mit kleinen, achtsamen Veränderungen wieder zu mehr Vitalität und Lebensfreude finden!
#1 People Pleasing: Die Grenzenlosigkeit
Ständig „Ja“ zu sagen und die Bedürfnisse anderer über deine eigenen zu stellen, kann dich emotional ausrauben. Deine Selbstwertschätzung wird abhängig von der Anerkennung anderer, was langfristig zu Erschöpfung führt.
Die Lösung: Übe dich in kleinen „Nein“-Momenten und beobachte, wie es dir danach geht. Hilf anderen aus echtem Wollen heraus, nicht aus Angst vor Ablehnung. Deine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die der anderen! Gute Hilfen zum Nein-Sagen findest du hier bei uns und im Ratgeber „Grenzen setzen und Nein-Sagen für Harmoniesüchtige“:
#2 Multitasking: Der Konzentrationskiller
Ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her zu springen mag produktiv wirken, ist aber in Wahrheit ein echter Energiefresser. Dein Gehirn muss sich jedes Mal neu fokussieren, was zusätzliche mentale Ressourcen verbraucht.
Die Lösung: Widme dich einer Aufgabe nach der anderen und arbeite in fokussierten Zeitblöcken. Plane kurze Pausen ein, um deinem Gehirn Erholungszeit zu gönnen. Du wirst überrascht sein, wie viel effizienter und energiegeladener du dadurch arbeitest!
#3 Aufschieberitis: Der stille Stressmacher
Wenn du Aufgaben ständig vor dir herschiebst, beschäftigt dein Gehirn sich trotzdem weiter damit – im Hintergrund läuft ein ständiger Erinnerungsprozess, der Stress verursacht und Energie bindet.
Die Lösung: Zerlege große Aufgaben in kleinere, überschaubare Schritte und konzentriere dich nur auf den ersten Schritt. Setze dir einen Timer für nur 5 Minuten – oft ist der Anfang das Schwerste, und sobald du begonnen hast, fällt es leichter weiterzumachen.
#4 Gedankenkreisen: Das mentale Hamsterrad
Wenn du ständig über Sorgen, Ängste oder vergangene Situationen grübelst, hält dich das in einer erschöpfenden Gedankenschleife gefangen. Dein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, ohne zu produktiven Lösungen zu kommen.
Die Lösung: Erkenne Grübelgedanken als das, was sie sind – nur Gedanken, keine Fakten. Probiere Achtsamkeitsübungen aus oder schreibe deine Gedanken auf, um sie aus deinem Kopf zu bekommen. Manchmal hilft auch ein bewusster „Grübel-Zeitraum“ von 15 Minuten, nach dem du dich anderen Dingen zuwendest.
#5 Entscheidungsmüdigkeit: Die tägliche Qual der Wahl
Von der Frühstückswahl bis zur Serienauswahl am Abend – täglich treffen wir unzählige Entscheidungen, die in ihrer Summe unsere mentale Energie erschöpfen können.
Die Lösung: Reduziere unwichtige Entscheidungen durch Routinen und feste Strukturen. Lege dir beispielsweise Outfits für die Woche zurecht, plane Mahlzeiten im Voraus oder nutze die „2-Minuten-Regel“: Wenn eine Entscheidung nicht mehr als 2 Minuten Überlegung wert ist, triff sie sofort und ohne Perfektion anzustreben.
Bewusster Umgang mit deiner Energie – der Weg zu mehr Lebensqualität
Unsere täglichen Gewohnheiten beeinflussen direkt, wie energiegeladen wir uns fühlen. Der erste Schritt zur Veränderung ist das Erkennen dieser Muster. Nimm dir eine Woche Zeit und beobachte, welche deiner Gewohnheiten dich besonders erschöpfen. Experimentiere dann mit kleinen Änderungen: Vielleicht legst du feste Zeiten für E-Mails fest, statt ständig deinen Posteingang zu prüfen. Oder bereitest sonntagabends Overnight Oats für die ganze Woche vor. Oft reichen schon zwei Wochen konsequenter Praxis, um einen Unterschied zu spüren.
Denn: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Achtsamkeit. Jede kleine Veränderung zählt. Wenn du merkst, dass du nach einem Tag ohne ständiges Multitasking entspannter bist oder dass häufigeres Grenzen setzen dich produktiver macht, hast du bereits gewonnen. Deine Energie ist wertvoll – und mit bewussten Entscheidungen kannst du sie für die Dinge einsetzen, die dir wirklich wichtig sind.








