Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Menschen die Straße entlang „schneiden“, während andere gemütlich schlendern? Dein Gehstil ist mehr als nur Bewegung – er ist ein Spiegel deiner Persönlichkeit! Wissenschaftler finden: Menschen, die schneller gehen als der Durchschnitt, teilen überraschende innere Eigenschaften. Sie wirken oft zielgerichtet, organisiert und energiegeladen – und das sagt mehr über sie aus, als man denkt.
Tempo, Persönlichkeit und versteckte Signale
Verhaltensforscher haben herausgefunden, dass unser Tempo beim Gehen häufig mit charakterlichen Merkmalen zusammenhängt. Menschen, die schneller als andere unterwegs sind, schneiden in Studien oftmals bei Eigenschaften wie Gewissenhaftigkeit, Zielorientierung und Tendenz zu „Zeitdruck“ besser ab. Diese Merkmale gelten als zentrale Bausteine der Persönlichkeit – und sie zeigen sich ganz automatisch in unserem Gang.
Doch schnell zu gehen heißt nicht unbedingt, gestresst zu sein. Vielmehr reflektiert es oft eine innere Energie und ein starkes Gefühl von Absicht: Für schnelle Geher*innen bedeutet „Fünf Minuten“ eher „Fünf Chancen, etwas zu erledigen“.
Buchtipp für alle schnellen Geher:
Gehen als Bewegung und Ausdruck des Selbst
Wenn du dir bewusst wirst, wie du gehst, kannst du sogar spüren, wie sich dein Denken verändert: Schnelles Gehen lässt viele Menschen fokussierter, entschlossener und effizienter fühlen. Langsameres Tempo kann dagegen die Sinne schärfen, Stress reduzieren und dir helfen, mehr von deiner Umgebung wahrzunehmen.
Wissenschaftler nutzen solche Erkenntnisse, um zu verstehen, wie körperliche Bewegungen mit dem inneren Erleben und Verhaltensmustern verknüpft sind. Selbst kleine Veränderungen im Tempo können deine Stimmung oder Wahrnehmung beeinflussen, ohne dass du es bewusst merkst.
Video-Quiz: Wer immer schnell geht, kann nicht gut auf andere Warten - was das über dich aussagt!
Was dein Rhythmus für Beziehungen und Alltag bedeutet
Dein Gehtempo hat sogar Auswirkungen auf soziale Situationen. Paare und enge Freunde passen oft automatisch ihre Geschwindigkeit aneinander an – ein stilles Zeichen für Harmonie und gegenseitige Anpassung. Wenn einer immer vorgeht und der andere hinterherhinkt, kann das unbewusst auch emotionale Unterschiede widerspiegeln.
Und ja: Studien zeigen auch, dass schnelleres Gehen oft mit besserer körperlicher Gesundheit und längerem Leben verknüpft ist – zumindest teilweise, weil es mit einem aktiveren Lebensstil einhergeht. Aber du solltest überlegen, wie das auf andere wirkt, wenn du immer voran hastest und alle das Gefühl haben, sie müssten hinter dir herrennen.
Viele Menschen, die so schnell gehen, sind vom Typ her auch eher ungeduldig und wirken gestresst. Da tut es gut, wenn wir Schnellgeher*innen uns auch mal zurücknehmen und von unseren Mitmenschen ausbremsen lassen. Der Satz „In der Ruhe liegt die Kraft“ könnte da helfen, etwas Druck herauszunehmen.
Ich bin eine Schnellläuferin ...
Ja, ich muss mich auch bekennen, ich laufe schon immer gern sehr zügig. Ich hasse es, wenn ich zur U-Bahn möchte und zig Menschen vor mir herlaufen und mich dadurch verlangsamen. Am liebsten hab ich es, wenn ich schnurstracks meinen Weg gehen kann, weil Schnellgehen einfach mein Modus ist.
Daher kenne ich das gut, wenn alle Menschen, die gemeinsam mit einem laufen möchten, sich über das Tempo beschweren. Vor allem meine Tochter hat mich gezwungen, langsamer zu gehen, was mir extrem schwerfällt. Kleine Kinder brauchen ja länger für alle Wege und können einfach noch nicht so zügig gehen. Zudem sind sie interessiert an ihrer Umwelt und lassen sich von allem ablenken.
Das war eine harte Schule für mich, mit dem Kleinkind zu Fuß irgendwo hinzugehen. Wie liebte ich den Buggy, als ich sie noch überall hinschieben konnte ...
Mach mal langsam!
Dein Gehstil ist nicht nur ein praktisches Detail deines Tages – er kann ein Fenster in deine Persönlichkeit, deine Prioritäten und sogar deine Beziehungen sein. Ob du eher mit schnellen Schritten unterwegs bist oder das Leben gemütlicher angehst: Dein Tempo hat Bedeutung, doch es ist kein Urteil über Wert oder Erfolg. Es ist einfach ein weiteres Puzzleteil in der faszinierenden Geschichte dessen, wer du bist.
Denk einfach mal darüber nach, warum du immer so schnell gehst und hastest. Und ob du dich wohl damit fühlst. Sicherlich kann es auch mal guttun, sich zu verlangsamen. Meistens sind die Hastigen nicht unbedingt die Entspanntesten.
Zumindest geht es mir so. Meine Freund*innen tun mir da echt gut, die mir zeigen, dass man auch etwas entschleunigter ans Ziel kommt. Schnell gehen kann ich auch, wenn ich alleine bin. Mit anderen tut es mir gut, wenn ich etwas langsamer mache und mich anpasse. Das ist ja nicht das Schlechteste!







