Viele Familien suchen nach Wegen, ihre Stromrechnung zu senken und Geld zu sparen. Ein Balkonkraftwerk scheint da wie gemacht: günstig, unkompliziert und umweltfreundlich. Die kleinen Solaranlagen, auch Stecker-Solargeräte genannt, liefern genau dann Strom, wenn man ihn braucht – tagsüber, wenn Waschmaschine, Spülmaschine oder Fernseher laufen.
Balkonkraftwerk kann viel Geld sparen
Typische Anlagen bestehen aus ein bis zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Sie erzeugen im Jahr etwa 600 bis 900 Kilowattstunden Strom – genug, um über 200 Euro Stromkosten zu sparen, je nach Verbrauch und Ausrichtung. Wer tagsüber zu Hause ist, profitiert besonders stark, weil der erzeugte Strom direkt genutzt wird.
Der Eigenverbrauch ist dabei entscheidend. Familien mit Kindern, die tagsüber oft zu Hause sind, oder Haushalte mit Homeoffice schöpfen ihr Potenzial besonders gut aus. Wer dagegen tagsüber kaum Strom nutzt, verschenkt einen Teil der Erzeugung. Ein System mit Akku lohnt sich oft nicht.
Die Anschaffungskosten mit Halterung beginnen mittlerweile bei unter 400 Euro (bei Amazon anschauen). Bei einem Strompreis von rund 30 Cent pro Kilowattstunde rechnet sich das für viele Familien bereits nach drei bis sechs Jahren. Danach fließt der Strom quasi kostenlos – und das für eine Lebensdauer von rund 20 bis 25 Jahren. Auch ökologisch lohnt sich das: Eine kleine Balkon-PV spart jährlich etwa 300 bis 400 Kilogramm CO₂.
Es lohnt sich
Ich betreibe mein Balkonkraftwerk bereits seit mehreren Jahren und veröffentliche Monat für Monat den Ertrag und die tatsächliche Ersparnis auf GIGA.
Die Anschaffung eines Balkonkraftwerks macht sich bereits nach wenigen Jahren bezahlt und sorgt danach für eine lange Zeit für kostenlose Energie. Es ist eine gute Möglichkeit, die Stromkosten zu senken, ohne gleich eine teure Solaranlage anschaffen zu müssen.
Klare Regeln ab dem 1. Dezember
Ab dem 1. Dezember 2025 wird es für Familien mit Balkon noch einfacher. Dann tritt die neue DIN-Norm VDE V 0126-95 in Kraft. Sie schafft endlich klare, verbindliche technische Regeln: Der Anschluss über einen normalen Schuko-Stecker wird offiziell erlaubt, die Modulleistung darf bis zu 960 Watt betragen – mit Wieland-Stecker sogar 2.000 Watt. Die Einspeisung ins Hausnetz bleibt bei 800 Watt, dafür dürfen Familien ihre Anlage künftig selbst anschließen, ohne Elektriker. Das war bisher eine Grauzone, die geduldet wurde.
Für Familien bedeutet das mehr Rechtssicherheit, höhere Leistung und weniger Aufwand. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) spricht von einem „wichtigen Schritt für Verbraucherschutz und Energiewende“. Speicherlösungen sind zwar noch ausgenommen, doch die Richtung ist klar: Balkonkraftwerke werden alltagstauglicher, stärker – und lohnender denn je.


