Die Feiertage können wunderbar sein, aber für Kinder auch überstimulierend und für Familien stressig. Eure Freunde aus der Sesamstraße und Elmo teilen Tipps, die der ganzen Familie helfen, große Gefühle zu meistern.
Sich um Kinder zu kümmern, ist voller Freude und Aufregung – und es ist auch viel Arbeit. Wenn unsere Tage voll sind, mit Lernen und Routinen, vergessen wir Bezugspersonen manchmal, uns einen kurzen Moment der Selbstfürsorge zu gönnen. Schenken wir uns mehr Achtsamkeit.
Achtsamkeit bedeutet, wirklich langsamer zu werden und der Welt um dich herum aufmerksam zu begegnen. Diese Praxis kann Kindern und Erwachsenen helfen, glücklicher und gesünder zu sein und mehr Selbstkontrolle zu haben. Wenn ihr merkt, dass euch alles zu viel wird, vielleicht in einem schwierigen Übergang zwischen Alltagsaktivitäten, probiert eine dieser Strategien, um euch neu zu zentrieren. Ihr könnt diese Strategien auch mit eurem Kind anwenden, wenn es ein starkes Gefühl erlebt.
4 Achtsamkeitsübungen von Elmo - nicht nur für Kinder
- Bauchatmung: Konzentriere dich einen Moment auf deinen Atem. Atme langsam und tief durch die Nase ein und aus durch den Mund. Stell dir vor, du riechst an einer Rose und pustest dann eine Kerze aus.
- Wahrnehmen: Nimm wahr, was du um dich herum siehst. Was hörst du? Was riechst du? Welche Empfindungen spürst du in deinem Körper? Nutz deine Sinne, such die eine Sache in deiner Umgebung und richte für ein paar Momente deine Aufmerksamkeit darauf.
- Dehnen: Mach einige sanfte Dehnübungen mit verschiedenen Körperteilen. Achte darauf, welche Muskeln und Gelenke ein bisschen Extra-Pflege vertragen könnten.
- Dankbarkeit: Atme ein paar Mal tief durch und denk an drei Dinge, oder sage sie laut, für die du diese Woche dankbar bist.
Unsere Gefühle benennen
Große Veränderungen wie Familienbesuche während der Feiertage können starke Gefühle mit sich bringen. Wenn du deinen Kindern hilfst, ihre Gefühle auszudrücken und zu verstehen, stärkst du ihre Resilienz, damit sie in herausfordernden Zeiten mit ihren Emotionen umgehen können. Und wenn ihr in der Familie über eure Gefühle sprecht, könnt ihr Strategien zum Überwinden von Schwierigkeiten vorleben, fürsorgliche Beziehungen stärken und den Spaß wieder in den Mittelpunkt rücken. In einfachen Alltagssituationen kann eure Familie lernen, mit starken und zarten Gefühlen umzugehen.
Bevor wir über unsere Gefühle sprechen können, hilft es, ihre Namen zu kennen. Ihr könnt gemeinsam Übungen machen, die jungen Kindern helfen, verschiedene Gefühle zu erkennen.
- Schaut euch Menschen in Fotoalben, Zeitschriften oder Büchern an. Achtet auf Gesichtsausdrücke und Körpersprache. Fragt: „Was glaubst du, wie fühlt sie sich?“
- Nutzt eure eigenen Gesichtsausdrücke und eure Körpersprache und spielt Gefühle-Pantomime. Stellt verschiedene Gefühle dar und ratet abwechselnd.
- Führt eine Liste mit Gefühlswörtern am Kühlschrank. Wenn Kinder neue Wörter lernen, ergänzt die Liste.
Auch für Erwachsene kann es schwer sein zu wissen, wie unsere Gefühle heißen! Gerade in Zeiten wie diesen, in denen so viel in und um uns herum passiert, ist es wichtig, bewusst auf die eigenen Gefühle zu achten und sie zu benennen.
Starke Gefühle erkennen und ausdrücken
- Bücher eignen sich besonders gut, um Kindern Gefühle nahezubringen (am besten, wenn Kinder gerade keinen Wutanfall haben). Zeigt beim Vorlesen auf unterschiedliche Darstellungen von Gefühlen und benennt sie: „Das Mädchen ist wirklich wütend. Grrr!“ Oder: „Es ist so frustrierend, wenn man versucht, seine Schnürsenkel zu binden und es noch nicht klappt.“ Oder: „Der Junge ist enttäuscht, weil der Regen das Picknick für seine Familie verdorben hat.“ Hier haben wir 25 Buchtipps für euch gesammelt.
- Erinnere dein Kind daran, Worte zu benutzen, um sich auszudrücken. Ermutige sie zu sprechen statt mit körperlichen Antworten wie Hinwerfen oder Schlagen zu reagieren: „Ich bin frustriert“ oder „Kannst du mir bitte helfen?“. Gefühle zu benennen, ist ein Schritt hin zu emotionalem Bewusstsein und Selbstkontrolle.
- Nimm die Gefühle deines Kindes wahr und bestätige sie. Manchmal reicht es schon aus, wenn Kinder merken, dass sie gesehen und verstanden werden. Zum Beispiel: „Ich sehe, dass du traurig bist“ oder „Es ist frustrierend, warten zu müssen, oder?“ Worte zu kennen, um zu sagen, wie man sich fühlt, kann körperliche Ausbrüche verringern.
- Unterstütze dein Kind dabei, bei seinem Gefühl zu bleiben und ruhiger zu werden, damit es weitermachen kann. Ermutigt es, ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen oder sich einmal mit dem ganzen Körper lang zu strecken. Wenn das Kind sich körperlich beruhigt hat, könnt ihr darüber sprechen, was es als Nächstes tun möchte. Manchmal hilft auch ein bisschen Humor. Über seine Gefühle sprechen zu können und sich nicht von ihnen hemmen zu lassen, ist eine wichtige Lebenskompetenz, die ihr fördert.

Elmos Tipps
- Elmos Papa hat Elmo ein paar besondere Dinge beigebracht, die Elmo tun kann, wenn er starke Gefühle hat. Eine von Elmos liebsten Übungen heißt „Geburtstagskuchen-Atmung“. Ihr tut so, als würdet ihr einen Geburtstagskuchen mit vielen Kerzen halten. Dann atmen wir gaaaanz langsam durch die Nase ein, um an dem leckeren Kuchen zu riechen … und atmen laaangsam durch den Mund aus, um die Kerzen auszupusten. Achtet darauf, dass alle ausgehen!
- Eine von Elmos Lieblingsübungen, um sich besser zu fühlen, ist: alles „rauswackeln“. Das macht Spaß! Ihr wackelt einfach mit den Armen … und den Händen … und dem Kopf … und dem ganzen Körper. Funktioniert jedes Mal!
- Es ist wichtig, deine Freunde zu fragen, wie es ihnen geht. Und weißt du was? Das kann jeder! Es ist ganz einfach. Ich zeige es dir: „Wie geht es dir?“ Und denkt daran: Elmo liebt dich!

