Während die jüngere Generation mühelos durch die digitale Kommunikationswelt navigiert, hinterlassen Boomer oft unbewusst Spuren, die ihr Geburtsjahr schneller verraten als jeder Personalausweis. Kennst du das Gefühl, wenn deine Kinder oder jüngeren Kollegen schmunzeln, sobald du eine Nachricht sendest? Dann gehörst du vielleicht zu jenen, die durch ihre Chat-Gewohnheiten unfreiwillig ihr Alter preisgeben.
Die digitale Kommunikation hat ihre eigenen ungeschriebenen Regeln, die sich ständig weiterentwickeln. Was vor fünf Jahren noch normal war, kann heute bereits als hoffnungslos veraltet gelten. Besonders in Familien-Chats prallen oft verschiedene Generationen und ihre Kommunikationsstile aufeinander. Während die Jüngeren instinktiv wissen, wie man "zeitgemäß" chattet, fallen Boomer durch bestimmte Merkmale auf. Doch keine Sorge, mit ein paar Insider-Tipps kannst du deine digitale Kommunikation auffrischen und dich nahtlos in die moderne Chat-Welt einfügen.
1. Emoji-Overkill: Wenn Bilder mehr als tausend peinliche Worte sagen
Du beendest jeden Satz mit einem Emoji? Oder schlimmer noch – du verwendest den weinenden Lach-Emoji (😂) für alles, was auch nur ansatzweise lustig ist? Nichts schreit lauter "Boomer" als der exzessive Gebrauch von Emojis. Die jüngere Generation nutzt Emojis sparsamer und gezielter. Besonders der Tränen lachende Emoji gilt bei Gen Z bereits als absolutes No-Go und wurde durch ein schlichtes "lol" oder "haha" ersetzt.
Ein weiteres Boomer-Merkmal: Das Herz-Emoji in allen Variationen an Familienmitglieder zu senden oder – der absolute Klassiker – drei Emojis hintereinander zu platzieren, um die Aussage zu verstärken. Weniger ist mehr, lautet die Devise der jüngeren Generation.
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2. Rechtschreibung: Wenn deine perfekte Grammatik dich verrät
Paradoxerweise kann ausgerechnet deine tadellose Rechtschreibung dich als Boomer enttarnen. Während du auf korrekte Groß- und Kleinschreibung, Satzzeichen und vollständige Sätze achtest, kommuniziert die jüngere Generation bewusst lässiger. Kleinschreibung ist cool, Satzzeichen optional und Abkürzungen sind Pflicht.
Besonders verräterisch: Die Verwendung von "..." am Ende eines Satzes. Was für dich vielleicht nur eine nachdenkliche Pause sein soll, wird von Jüngeren oft als passive Aggression oder Vorwurf interpretiert. Und wenn du "LG" statt "lg" schreibst oder gar "Liebe Grüße" ausschreibst, hast du dich endgültig als digitaler Dinosaurier geoutet.
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3. Antwort-Marathon: Wenn Geduld keine Tugend mehr ist
Du antwortest erst nach Stunden oder gar Tagen auf eine Nachricht? Oder entschuldigst dich sogar dafür? In der schnelllebigen Welt der digitalen Kommunikation gilt: Wer nicht sofort antwortet, ist entweder offline oder nicht interessiert. Die jüngere Generation lebt im Hier und Jetzt der Kommunikation.
Noch schlimmer: Du kündigst an, dass du gleich antwortest – und tust es dann nicht. Oder du schreibst "Bin gleich zurück" und verschwindest für Stunden. In der Welt der ständigen Erreichbarkeit sind solche Kommunikationspausen ein klares Zeichen für die Generation, die mit dem Festnetztelefon aufgewachsen ist.
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4. Sprachnachrichten-Drama: Wenn dein Monolog zum Hörspiel wird
Nichts lässt die Augen der jüngeren Generation schneller rollen als eine fünfminütige Sprachnachricht über deinen Einkauf im Supermarkt. Während Boomer oft ausschweifende Audio-Botschaften senden, bevorzugen Jüngere kurze, prägnante Textnachrichten oder ultrakurze Sprachnachrichten.
Besonders entlarvend: Wenn du deine Sprachnachricht mit "Hallo, hier ist nochmal Mama/Papa" beginnst oder am Ende "So, das war's erstmal" sagst – als würdest du einen Brief diktieren. Die moderne Chat-Etikette sieht vor: Sprachnachrichten nur, wenn es schnell gehen muss, und dann bitte nicht länger als 30 Sekunden!
5. Gruppenchat-Chaos: Wenn der Familienchat zur Nachrichtenflut wird
Du antwortest im Gruppenchat auf jede einzelne Nachricht? Oder schlimmer noch – du schickst "Guten Morgen"-Nachrichten in die Familiengruppe? Nichts schreit lauter "Boomer" als die Unfähigkeit, die ungeschriebenen Regeln von Gruppenchats zu verstehen. Die jüngere Generation nutzt Gruppenchats gezielt und effizient.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal: Du teilst regelmäßig Artikel, Bilder oder Videos, die du "interessant" oder "wichtig" findest, ohne zu bedenken, ob sie für alle relevant sind. Oder du stellst Fragen im Gruppenchat, die nur eine Person betreffen. Die moderne Gruppenchat-Etikette lautet: Weniger ist mehr, und Relevanz ist König.
6. Kettennachrichten-Alarm: Wenn du digitalen Aberglauben verbreitest
"Leite diese Nachricht an 10 Freunde weiter, sonst ..." – wenn du solche Nachrichten ernst nimmst und tatsächlich weiterleitest, hast du dich endgültig als digitaler Neuling geoutet. Die jüngere Generation erkennt Fake News und Kettenbriefe sofort und reagiert mit Augenrollen statt mit dem Weiterleitungs-Button.
Besonders peinlich: Das ungeprüfte Weiterleiten von angeblichen Warnungen, Gesundheitstipps oder Glücksbringern. Während du vielleicht glaubst, etwas Gutes zu tun, signalisierst du damit nur deine mangelnde Medienkompetenz. Die moderne Chat-Regel lautet: Erst prüfen, dann (vielleicht) teilen.
7. Profilbild-Peinlichkeit: Wenn dein Avatar mehr sagt als tausend Worte
Dein Profilbild zeigt dich in Großaufnahme, vielleicht sogar mit Sonnenbrille am Strand? Oder schlimmer noch – ein unscharfes Selfie aus ungünstigem Winkel? Die Wahl des Profilbildes ist ein untrügliches Zeichen für deine digitale Generation. Während die Jüngeren oft abstrakte Bilder, Memes oder gar kein Bild verwenden, neigen Boomer zu klassischen Porträtaufnahmen.
Besonders verräterisch: Ein Familienfoto als Profilbild, auf dem kaum zu erkennen ist, wer eigentlich der Chatpartner ist. Oder ein Bild deines Haustieres, deiner Blumen oder deines Urlaubsziels. Die moderne Profilbild-Etikette ist subtiler und weniger persönlich – weniger ist auch hier mehr.
Digitale Generationenkluft überwinden
Die digitale Kommunikation entwickelt sich ständig weiter, und was heute cool ist, kann morgen schon wieder out sein. Statt zu versuchen, krampfhaft jugendlich zu wirken, ist es vielleicht besser, zu deinem eigenen Kommunikationsstil zu stehen – mit einem Augenzwinkern und der Bereitschaft, dazuzulernen. Schließlich hat jede Generation ihre eigenen Stärken in der Kommunikation: Während die Jüngeren Effizienz und Schnelligkeit beherrschen, punkten Boomer oft mit Ausdrucksstärke und Höflichkeit.
Also, liebe Boomer, nehmt diese Tipps mit Humor und vielleicht dem einen oder anderen Aha-Moment. Denn letztendlich geht es nicht darum, perfekt zu chatten, sondern darum, verstanden zu werden – über alle Generationen hinweg. Und wer weiß, vielleicht bringst du mit deinem charmanten Boomer-Stil sogar einen neuen Trend in die digitale Welt!










