Zur Gen Z zählen grob alle, die ab Mitte der 1990er-Jahre bis etwa 2010 geboren wurden – eine Generation, die mit Internet, Social Media und ständigen Trends aufgewachsen ist. Kaufentscheidungen entstehen hier oft schnell, visuell und emotional: Ein Clip, ein Post, ein Hype reicht.
Das führt zu vielen spannenden Entdeckungen, aber eben auch zu Fehlkäufen, die sich im Alltag weniger gut schlagen als im Feed. Genau diese typischen Gen-Z-Fehlkäufe schauen wir uns hier mit einem Augenzwinkern an.
#1 Trend-Gadgets von TikTok
Man sieht ein 15-Sekunden-Video, alle Kommentare sind begeistert und plötzlich liegt das Gadget im Warenkorb. Anfangs fühlt es sich nach Zukunft an, nach Innovation, nach „Ich bin früh dran“. Zwei Wochen später weiß man nicht mehr, wo man es hingelegt hat. Meist hätte eine App oder ein vorhandenes Gerät exakt denselben Zweck erfüllt.
#2 Ultra-günstige Mode
Der Reiz ist klar: modern, günstig, sofort verfügbar. Und für ein Event reicht das Outfit ja locker. Blöd nur, dass es nach dem ersten Waschen aussieht wie ein Projekt aus dem Kunstunterricht. Secondhand oder hochwertigere Basics wären langlebiger – aber eben auch mit mehr Aufwand und Kohle verbunden.
Mit diesen Tipps kannst du deinen Alltag nachhaltiger gestalten...
#3 Möbel, die nur auf Bildern funktionieren
Online sah der Tisch super aus. Minimalistisch, ästhetisch, perfekt für den Feed. In echt wackelt er, ist zu klein oder fühlt sich an wie eine Übergangslösung – weil er genau das ist. Gebrauchte Möbel oder einfache Klassiker wären stabiler, aber eben nicht ganz so „aesthetic“.
#4 Technik mit zu vielen Funktionen
Gen Z liebt Technik, die alles kann – zumindest theoretisch. In der Praxis nutzt man dann drei von zwanzig Funktionen und ist genervt, wenn etwas nicht sofort klappt. Oft wäre ein simpleres, robusteres Gerät die entspanntere Wahl gewesen.
#5 Duftkerzen mit extremem Charakter
Sie riechen spannend, edgy, anders. Patchouli, Rauch, irgendwas sehr Intensives. Anfangs fühlt sich das nach Persönlichkeit an, später merkt man: Man selbst hält den Geruch kaum aus. Neutralere Düfte oder kleinere Größen wären klüger – aber weniger mutig.
#6 Deko mit Message, aber ohne Platz
Poster, Figuren und Objekte mit Aussage werden gekauft, weil sie Haltung zeigen. Leider zeigt sich schnell: Die Wohnung ist kleiner als die Ideensammlung. Vieles landet dann in Ecken oder Kisten, wo es seine Message nur noch sehr leise sendet.
#7 Kleidung „für die Person, die man gern wäre“
Das Teil steht für ein Lebensgefühl: kreativer, cooler, mutiger. Leider passt es besser zum Wunsch-Ich als zum echten Alltag. Getragen wird es selten, behalten trotzdem lange. Eine ehrliche Bestandsaufnahme vor dem Kauf würde viel Geld sparen.
#8 Mini-Küchengeräte für ein besseres Leben
Smoothie-Maker, Mini-Waffeleisen, fancy Wasserkocher. Alles gekauft mit dem Gedanken: „Ab jetzt wird alles anders.“ Wird es nicht. Nach ein paar Wochen nehmen sie Platz weg und erinnern an gute Vorsätze. Multifunktionsgeräte oder gar keins wären realistischer.
#9 Abo-Modelle, die man vergisst
Streaming, Software, Self-Care-Boxen: Am Anfang fühlt sich alles sinnvoll an. Dann häufen sich die Abbuchungen, während die Nutzung abnimmt. Kündigen? Macht man später. Irgendwann. Vielleicht.
Gen-Z-Fehlkäufe entstehen selten aus Dummheit, sondern aus Neugier, Haltung und dem Wunsch, Dinge auszuprobieren. Manchmal ist das genau richtig – manchmal wäre ein bisschen weniger Trend und etwas mehr Alltagstauglichkeit die bessere Wahl.






