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Wie viel Audio ist okay?

Von Konzentration bis Sprachgefühl: Darum ist Zuhören für Kinder so wertvoll

Was macht Hörmedien pädagogisch so wertvoll? Hörspielexperte Dirk Eichhorn im Interview

Ich liebe Hörspiele – und schlafe selbst als Erwachsene gern mal zu den „Drei ???“ ein. Kinder sowieso – und bei ihnen wirkt das Hören sogar als Entwicklungsbooster. Darüber habe ich mit dem Hörspiel‑Experten Dirk Eichhorn von Tiger Media gesprochen, außerdem ging es um die Frage, warum Hörspiele und Musik oft die bessere Wahl sind als TV, welche Songs und Geschichten gerade trenden und welche Regeln im Umgang mit Hörmedien wirklich sinnvoll sind.

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Hörspiele fördern Fantasie viel stärker als Bildschirme

„Beim Hören erschaffen Kinder eine eigene Welt in ihrem Kopf“, sagt Dirk Eichhorn. Und klar, das stimmt: Sie stellen sich Figuren, Orte und Geschichten selbst vor, statt sie fix und fertig serviert zu bekommen wie bei Bildschirmmedien. Während Kinder beim Fernsehen oft „wegbeamen“ und kaum ansprechbar sind, bleiben sie beim Hören wach, neugierig und präsenter. Das macht Hörmedien kreativer, aktiver und pädagogisch wertvoller.

„Zudem schaffen Hörspiele eine kleine Insel der Entspannung. Denn die Augen können auch mal Pause machen und müssen keinem Bildschirm oder Text folgen. Deswegen ist das gesprochene Wort auch als Einschlafhilfe so beliebt.“
Dirk Eichhorn, Hörspielexperte bei Tiger Media
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Sprache lernen funktioniert beim Hören wie nebenbei

Kinder hören Wörter, die sie noch nicht kennen, und bauen sie automatisch in ihren Wortschatz ein. Viele hören ihre Lieblingsfolgen immer wieder – und genau das unterstützt den Spracherwerb zusätzlich. Hörspiele und Hörbücher unterstützen damit das eigenständige Verstehen und Lernen und fördern kreatives Spielen, da viele Kinder die gehörten Geschichten als Basis dafür nutzen. Und das ist doch ziemlich smart, oder?

Musik bringt Kinder in Bewegung und macht glücklich

Bewegungslieder, Klatsch‑Songs oder einfache Melodien animieren Kinder zum Mittanzen und -klatschen. Besonders beliebt sind gerade moderne Songs, hat Dirk Eichhorn mir verraten. Ob K‑Pop („Golden“ aus KPop Demon Hunters ist gerade DER Hit), Bruno Mars oder moderne Kindermusik von Acts wie DIKKA, Kinders, Deine Freunde und Heavysaurus, oder auch Ena Kinderlieder, um nur einige zu nennen. Heißt kurz gesagt: Heute muss es nicht mehr nur das klassische Kinderlied sein. Tradition plus moderne Beats lautet das Motto.

Welches Hörspiel passt, hängt vom Alter ab

Als Hörspielexperte prüft Dirk Eichhorn für den Kinder-Streamingdienst tigertones alle Inhalte sorgfältig, damit sie klar nach Alter gekennzeichnet werden können, egal ob Musik, Hörspiel oder Hörbuch. So können Eltern sicher sein, dass ihre Kinder das hören, was zu ihrem Entwicklungsstand passt. „Was geht ab welchem Alter?“, habe ich ihn gefragt – und das sind seine Faustregeln:

  • ab 3 Jahren: kurze, klare Folgen wie Paw Patrol, Leo Lausemaus oder die Fuchsbande (ca. 15 Min.)
  • ab 5 Jahren: komplexere Geschichten, erste Detektivabenteuer
  • ab 9 Jahren: Drei ??? Kids
  • ab 12 Jahren: Gregs Tagebuch – viel Humor, viel Story, viel Spaß (wobei das auch schon viele Kids ab 9 Jahren hören, aber nicht jeden Witz verstehen)
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Klar, das sind natürlich Richtwerte: Jedes Kind tickt anders, entscheidend ist, wie gut es der Geschichte folgen kann und ob es Lust drauf hat. Deshalb betont Dirk Eichhorn auch: „Die finale Entscheidung liegt schlussendlich bei den Eltern, aber wir wollen möglichst viel Orientierung geben.“

Und wie lange? Auch für Hörzeiten gibt es grobe Orientierungshilfen

Als Faustregel gilt: Mit etwa drei Jahren können Kinder rund 30 Minuten am Stück hören, ab vier Jahren etwa 40 Minuten – und danach kann man pro Altersjahr ungefähr zehn Minuten dazurechnen. Wichtig bleibt aber immer: Jedes Kind ist anders, und Pausen tun allen gut. Selbst Hörspiel-Fan Dirk Eichhorn ist da sehr klar.

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Kids brauchen Langeweile – ja, wirklich!

Ruhephasen sind unverzichtbar, um den Fokus zu stärken, eigene Ideen zu entwickeln und einfach mal im Spiel zu versinken. Und meist gilt ja auch: Langeweile ist kein Feind, sondern eine Superkraft.

Vorlesen bleibt unschlagbare Quality Time

Ein Hörspiel zum Einschlafen ist okay – aber Vorlesen schafft etwas, was kein Audio ersetzen kann: Nähe, Geborgenheit, gemeinsame Rituale. Kuscheln, Stimmen hören, zusammen in einer Geschichte ankommen – das stärkt die Bindung und entwickelt das Sprachgefühl unserer Kids auf eine ganz persönliche Weise.

Und falls euch auch Tiger Media interessiert: Das sind die mit der Tigerbox und dem Kinder-Streamingdienst Tigertones, der selbstständiges und sicheres Hören von über 30.000 werbefreien Hörspielen, Hörbüchern und Musik ermöglicht und mit Tigercards einen durchdachten Mix aus digital und analog bietet – bei voller Elternkontrolle und als echte Alternative zu anderen Kinder-Audiogeräten.