Was aß man früher in der DDR eigentlich zu Partys und besonderen Feierlichkeiten? Viele von euch, die damals in der DDR gelebt haben, erinnern sich bestimmt noch gut. Die jüngeren haben davon vermutlich noch nie etwas gehört. Wir treten eine kleine kulinarische Reise an und zeigen euch fünf Klassiker, die recht einfach zubereitet werden und auch heute noch lecker sind. Viel Spaß beim Nachkochen!
Soljanka
Russische oder ukrainische Soljanka ist ein echter Klassiker und gab es natürlich nicht nur zu Partys. Es ist ein wärmendes Topfgericht, wofür man super Wurst- und Fleischreste verwenden kann und das es auch häufig an Raststätten oder in Betriebskantinen gab. Bis heute findet man Soljanka im Osten Deutschlands häufig noch auf Speisekarten ostdeutscher Gaststätten mit regionaler Küche.
Ihr könnt dafür alle möglichen Wurstreste nehmen, die ihr im Kühlschrank habt oder mögt. Ich finde vor allem Kassler und ungarische Salami daran gut und bin dafür, dass man Kapern zugibt. Manche machen Soljanka mit einem Glas Letscho, ihr könnt das aber auch weglassen. Ich finde, es wird fruchtiger dadurch. Und wie hier auf dem Foto, mit einer Zitronenscheibe als Deko und etwas Schmand dazu. Ein leckeres Topfgericht, das auf einer Party im Herbst/Winter immer gut ankommt. Ich habe es erst letztens für Freunde gekocht, die begeistert waren. Das Rezept aus dem Pin findet ihr hier.
Würzfleisch nach DDR-Rezept
Ein Klassiker ist auch das Würzfleisch nach DDR-Art. Das gab es auch sehr häufig in Gaststätten, natürlich mit der echten Worcestersauce von Excellent nach Dresdener Art. Davon gibt es auch viele Abwandlungen. Manche machen es mit Hühnchen, andere noch zusätzlich mit Pilzen. Früher war es häufig mit klein geschnittenem Schweineschnitzel.
Für alle, die davon noch nie was gehört haben: Würzfleisch ist ein mit Käse überbackenes Fleischgericht, das man mit einem Stück Toastbrot verzehrt. Es wird in kleinen feuerfesten Schälchen angerichtet und frisch aus dem Ofen heiß gegessen. Auf Partys ein echter Hit. Das Rezept findet ihr hier.
Ihr kennt jemanden, der die alten Rezepte nicht kennt und sie unbedingt nachkochen muss? Dann ist dieses Kochbuch ein super Geschenk:
Video: Von Abkindern bis Rennpappe - was bedeuteten diese DDR-Begriffe?
Kennt sich die Gen Z mit Wörtern aus der ehemaligen DDR aus? Wir haben es mit einer jungen Kollegin getestet und Überraschendes ist herausgekommen.
Käse-Radieschen-Salat
Nicht alle Rezepte waren immer fleischlastig. Dieser leckere Salat ist vor schnell gemacht und kommt ganz ohne Wurst und Fleisch aus. Der Salat besteht aus einfachem Schnittkäse, Radieschen und einem Joghurt-Öl-Dressing. Schnelle einfacher Gerichte waren gern gefragt und sehr preisgünstig. Diesen Salat finde ich auch heute noch ziemlich gut. Ihr könnt ihn natürlich noch mit anderem Gemüse verfeinern und erweitern. Hier gehts zum Rezept.
Russische gefüllte Eier
Gekochte Eier sind auf Partys ein schöner Snack. Sie lassen sich super vorbereiten und diese gefüllten hier sehen auch noch dekorativ aus. Die gefüllten Eier russischer Art werden nach dem Kochen mit einer Mischung aus gekochtem Eigelb, Sardellen, Kapern, Mayonnaise und Senf gefüllt, das herzhaft mit Tabasco gewürzt wird. Wer möchte, kann das Ganze noch mit Kaviar oder Röstzwiebeln garnieren. Das ganze Rezept gibts hier.
Karlsbader Schnitte
Karlsbader Schnitten sind auch ein beliebter Klassiker von früher. Den kann man auch super für Kinder machen. Auf ein Toastbrot wird Bierschinken mit Ketchup und Schnittkäse belegt, das im Ofen überbacken wird. Wenn die Kinder das mögen, kann man auch Zwiebelringe oder Gewürzgurken hinzufügen. Oder statt Bierschinken nimmt man andere Lieblingswurstscheiben wie Salami oder Hühnerbrust. Natürlich geht das auch ohne Wurst. Das DDR-Rezept findet ihr hier.
War euer Lieblingsrezept von früher dabei oder hab ich einen Klassiker vergessen? Mit Sicherheit gab es da viele regionale Unterschiede und man könnte noch viel mehr Rezepte aufzählen. Vielleicht seid ihr auch jünger und habt jetzt Lust bekommen, mal ein Rezept von damals nachzukochen. Viel Spaß dabei – das lohnt sich auf jeden Fall.


