1. familie.de
  2. DIY
  3. DIY-Tests
  4. Shibori: So gelingt euch die japanische Färbetechnik

DIY

Shibori: So gelingt euch die japanische Färbetechnik

Shibori
© familie.de-redaktion/TH

Aus Japan stammen einfach tolle DIY-Klassiker: Origami, Orimoto, Furoshiki und natürlich auch Shibori. Mit der Färbetechnik könnt ihr Kleidung aufpeppen oder tolle individuelle Accessoires für euer Zuhause gestalten. Das Gute: Man kann dabei nichts falsch machen – wir haben den Trend für euch ausprobiert.

Erfahre mehr zu unseren Affiliate-Links
Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision, die unsere redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch ein Symbol gekennzeichnet.  Mehr erfahren.

Was genau verbirgt sich hinter Shibori?

Shiboru ist ein japanisches Verb, das mit wringen, drücken oder pressen übersetzt werden kann und die Bearbeitung der Stoffe vor dem Färben beschreibt. Dabei kommen beim traditionellen Shibori viele verschiedene Methoden zum Einsatz: Falten, Klemmen, Abbinden, Pressen, Wickeln oder sogar Nähen werden gezielt eingesetzt, um komplexe Muster zu erzeugen. Anders als beim Batiken entstehen hierbei vor allem klare, geometrische Strukturen. Ein weiterer Unterschied ist, dass nicht möglichst bunt gefärbt wird, sondern in Blautönen. Klassischerweise nutzt man dunkles Indigo Blau.

Anzeige

Was benötigt ihr für Shibori?

Ob Kleidung, Servietten, Bettwäsche oder Tischdecken – achtet bei den Stoffen auf natürliche Materialien wie Baumwolle oder Leinen. Lest euch am besten bei eurem Färbemittel durch, für welches Gewebe es geeignet ist.

  • Textilfarbe Indigo Blau
  • Zwei Schüsseln oder Eimer
  • Unterlage
  • Haushaltshandschuhe
  • Schnüre, Gummis
  • evtl. Holzstücke und Klammern
    Shibori
    Fangt am besten mit kleinen Projekten an. (© familie.de-Redaktion/TH)
Anzeige

So könnt ihr die Stoffe vorbereiten

Shibori ist insgesamt etwas systematischer als Batik. Die Stoffe werden vor allem gefaltet, beispielsweise in Zieharmonikatechnik, aber auch andere Faltungen sind möglich. Nach dem Falten könnt ihr dann noch Stellen abbinden. Ich habe Schnürsenkel und Gummis verwendet. Ein Tuch habe ich mehrfach zum Dreieck gefaltet und dann 2 Spitzen abgebunden.

Shibori
Hier entstehen geordnete Kreise. (© familie.de-Redaktion/TH)

Eine andere spannende Technik, die ich in einem Video entdeckt habe: Legt ans Ende eines Stoffes eine Schnur und rollte den Stoff dann drumherum.

Shibori
Für einen tollen Farbverlauf nicht alles aufrollen. (© familie.de-Redaktion/TH)

Rollt am besten nicht alles auf, dann erhaltet ihr eine dunklere Seite, die in ein Muster übergeht. Verknotet die Enden der Schnur, schiebt vorher den Stoff gut zusammen, damit nicht überall Farbe rankommt.

Shibori
Richtig fest zusammenschieben vor dem Verknoten. (© familie.de-Redaktion/TH)

Eine weitere Möglichkeit, um Muster zu erzeugen: Faltet den Stoff, legt dann kleine Holzstücke darauf und befestigt diese mit Gummis.

Shibori
Weniger Holz wäre besser. (© familie.de-Redaktion/TH)
Anzeige

So wird der Stoff gefärbt

Nun sind eure Stoffe bereit, um Farbe zu bekommen. Plant hierfür etwas Zeit ein und zieht unbedingt Handschuhe an, falls ihr keine Lust auf blaue Hände habt.

Schritt 1: Legt eure Stoffe für ein paar Minuten in klares Wasser ein.

Schritt 2: Setzt die Farbe an. Hierfür findet ihr eine Anleitung bei eurer Textilfarbe, das kann natürlich variieren.

Shibori
Haltet euch genau an die Vorgaben bei der Textilfarbe. (© familie.de-redaktion/TH)

Schritt 3: Legt den Stoff in das Farbbad. Auch die Dauer findet ihr auf der Packungsbeilage. Je länger, desto intensiver.

Anzeige

Schritt 4: Holt den fertigen Stoff aus der Schüssel, entfernt alle Materialien und spült alles unter klarem Wasser ab und lasst eure Werke trocknen. (Beim ersten Waschgang in der Maschine lieber einmal separat waschen).

Toll für euer Zuhause: Shibori

Der Aufwand für Shibori ist nicht übermäßig groß – die Ergebnisse sind aber auf jeden Fall ein Hingucker. Besonders begeistert bin ich von meinen Kissen.

Shibori
Echte Unikate und definitiv ein Hingucker. (© familie.de-Redaktion/TH)

Die sorgen doch gleich richtig für Gemütlichkeit! Wie ihr ansonsten für Hygge in eurem Wohnzimmer sorgen könnt, erfahrt ihr in unserem Video.

Wohnzimmer gemütlich einrichten: 5 beste Tipps

Aber auch das dreieckig gefaltete Tuch mit den geknoteten Ecken hat ein wirklich schönes Muster ergeben. Ich weiß zwar noch nicht, was ich damit mache, aber eventuell verpacke ich damit mal ein Geschenk nachhaltig in Furoshiki-Technik.

Shibori
Das wird eine tolle Geschenkverpackung! (© familie.de-Redaktion/TH)

Nur meine Servietten, die ich mit Holz und Gummis bearbeitet habe, sind noch nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Es gibt ja kein falsch, aber da ist noch Luft nach oben!

Shibori
Hier sind noch weitere Experimente nötig. (© familie.de-Redaktion/TH)

Ich hatte mir eher solche Ergebnisse erhofft:

Anzeige

Shibori gelingt auch DIY-Neulingen

Ich finde, Shibori ist ein einfaches DIY, an das sich auch Nicht-Profis wagen können. Klar, manche Ergebnisse begeistern einen und andere eher nicht. Aber das ist ja nicht schlimm. Man kann auch nicht beim ersten Versuch Instagram-Meisterwerke erwarten, aber mit der Zeit könnt ihr eure Technik verfeinern und dann auch tolle Geschenke selber machen.