Die Weihnachtszeit – magisch, besinnlich und ... Spaß beiseite: Für viele von uns ist sie vor allem ein Marathon aus To-do-Listen, heimlichem Geschenkeverstecken und dem verzweifelten Versuch, allen gerecht zu werden. Wie du den weihnachtlichen Mental Load reduzierst – oder noch besser, einfach links liegen lässt.
Alle Jahre wieder: Während die Kinder vom Weihnachtsmann träumen, verwandeln sich Mamas überall in eine Mischung aus Eventmanagerin, Dekorationskünstlerin und Logistikexpertin. Studien zeigen, dass der Mental Load bei Müttern an Weihnachten am allergrößten ist (dürfte uns wenig überraschen, aber sind immerhin nice to have). Viele der Vorbereitungen machen wir Mums gerne, aber: Wenn sich alles nur noch nach Pflichtarbeit und Stress anfühlt, muss eine Lösung her. Mit unseren fünf Tipps kannst du den Festtagsstress abschütteln.
#1 Erwartungen hinterfragen
Vielleicht hast du genaue Vorstellungen davon, wie die perfekten Weihnachtstage aussehen sollten, aber irgendwie scheint niemand sonst in der Familie dieselbe Vision zu teilen? Statt still zu leiden und alles selbst zu übernehmen, setze dich mit deiner Familie zusammen und sprecht über eure Erwartungen:
Was ist euch wirklich wichtig? Vielleicht stellt ihr fest, dass niemand an den selbstgebackenen Plätzchen hängt, für die du dich jedes Jahr abmühst, während alle die gemeinsamen Filmabende lieben. So könnt ihr Prioritäten setzen und Aufgaben verteilen. Und wer weiß – vielleicht entdeckst du, dass dein*e Partner*in heimlich davon träumt, den Weihnachtsbaum zu schmücken, während du dich um die Geschenke kümmerst!
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#2 Magie delegieren
Im Netz sieht man viele Videos von Mums, die berichten, dass selbst ihre Partner wohl glauben, Weihnachten passiere alles von Zauberhand: Geschenke, Baumschmuck, Plätzchen, das Weihnachtsessen, Weihnachtskarten ... Was bei uns hilft: Auch die Vorbereitungen zur Familienangelegenheit machen.
Erstellt eine Liste mit allen anstehenden Aufgaben und verteilt sie nach Interessen und Fähigkeiten. Dein*e Partner*in ist kreativ? Perfekt für die Geschenkauswahl! Die Kinder dekorieren gerne? Jackpot! Wichtig dabei: Loslassen lernen und akzeptieren, dass nicht alles genau nach deinen Vorstellungen umgesetzt wird. Wenn die Weihnachtskugeln nur am unteren Ende vom Baum hängen oder die Geschenke nicht perfekt eingepackt sind – na und? Es geht um gemeinsame Erlebnisse, nicht um Perfektion. Und denk daran: Hilfe annehmen ist keine Schwäche, sondern eine Stärke!
Im Video haben wir weitere Tipps von Mental Load Expertin Laura Fröhlich:
#3 To-dos streichen
Wer sagt eigentlich, dass du 20 Sorten Plätzchen backen, handgeschriebene Weihnachtskarten verschicken und das Haus wie Insta-tauglich dekorieren musst? Es ist kein Zufall, dass das unperfekte, unkoordinierte und gemütliche „90s-Christmas“ wieder in den sozialen Medien trendet.
Überlege: Was macht für deine Familie wirklich den Zauber von Weihnachten aus? Statt selbstgemachter Plätzchen können auch gekaufte schmecken, und statt individueller Geschenke für die erweiterte Familie, könnte ein Wichteln oder gemeinsames Erlebnis stehen. Also: Befreie dich vom Druck, alles perfekt machen zu müssen.
#4 Me-Dates planen
Zwischen all den Geschenkelisten, Plätzchenbacken (oder-kaufen) und Familienbesuchen vergiss nicht die wichtigste Person: dich selbst! Plane bewusst Auszeiten ein, die nur dir gehören. Nein, durch ein entspannendes Bad wird deine To-do-Liste leider auch nicht kürzer. Aber es hilft dir, kurz Luft zu holen und selber die Magie zu spüren.
Trage diese „Termine mit dir selbst“ genauso in deinen Kalender ein wie alle anderen Verpflichtungen – und halte sie ein! Nur wenn du selbst aufgetankt und entspannt bist, kannst du die Weihnachtszeit wirklich genießen und für deine Familie da sein. Denn eine erschöpfte, gestresste Mama macht niemanden glücklich – am wenigsten sich selbst.
#5 Traditionen ausmisten
Manchmal halten wir an Traditionen fest, nur weil wir denken, dass wir es „müssen“. Aber Traditionen sollten Freude bringen, nicht Stress! Überdenke eure Familientraditionen und überlege, welche ihr beibehalten möchtet und welche ihr durch neue, weniger arbeitsintensive ersetzen könntet. Vielleicht muss es nicht jedes Jahr ein selbst gekochtes Festmahl sein – wie wäre es mit einem Restaurantbesuch, Take-Away oder einem Dinner, bei dem jeder etwas mitbringt?
Oder ihr ersetzt das aufwendige Dekorieren durch einen gemeinsamen Ausflug zum Weihnachtsmarkt? Neue Traditionen können genauso wertvoll werden wie alte – und wenn sie weniger Stress verursachen, umso besser! Sprecht als Familie darüber, was euch allen Spaß macht, und gestaltet eure Weihnachtszeit so, dass sie für alle – auch für dich – entspannt und freudvoll ist.
Fazit: Das schönste Geschenk – gemeinsame Weihnachtsfreude
Niemand will es schönreden: Der ewige Mental Load von uns Müttern ist ein tiefgreifendes, gesellschaftliches Problem, für das wir keinesfalls die Verantwortung tragen. Aber gerade an Weihnachten ist der Druck auf uns so groß, dass wir bewusst aussteigen müssen und dürfen. Statt gestresst in der Küche zu stehen, uns Nächte in Whats-App-Gruppen um die Ohren zu schlagen und das zehnte Mal noch schnell zum Bäcker zu hetzen, haben auch wir magische Momente mit unserer Familie verdient – Momente, an denen wir selbst teilhaben, mit leuchtenden Augen und offenem Herzen.
Denn unsere Kids werden sich nicht an den vollen Wäschekorb hinterm Weihnachtsbaum oder den halb geschmückten Flur erinnern, sondern an dein Lachen beim gemeinsamen Plätzchenessen. Und vielleicht besonders an die leckere bestellte Pizza, die es an Heiligabend gab.








