Mit ihrem Romandebüt "22 Bahnen" gelang der Jungautorin Caroline Wahl der Sprung direkt aus dem Becken auf die Spiegel-Bestsellerliste. Da hält sich auch ihr Nachfolgerroman "Windstärke 17", der ebenfalls ein Bestseller geworden ist. Ihr liebt die luftig-leichten nachdenklichen Romane von Caroline Wahl, ihren Schreibstil und ihre Figuren – und wollt Ähnliches lesen? Dann könnten euch diese von uns ausgewählten Romane ebenso gut gefallen und berühren.
Benedict Wells: "Vom Ende der Einsamkeit"
Benedict Wells bewegender Roman über Trauer, Geschwisterliebe, innere Narben und die große Frage, was uns im Kern wirklich ausmacht. Und vor allem: eine Liebesgeschichte, die bleibt. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern wachsen Jules und seine Geschwister zwar behütet weiter auf, doch der Verlust prägt sie tief. Jahre später glauben sie, das Geschehene verarbeitet zu haben – bis das Schicksal sie erneut einholt.
Sein feinsinniger Schreibstil und die Fähigkeit den Leser direkt in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner Figuren zu ziehen, ist einzigartig. Ich konnte das Buch nicht wieder weglegen. Wer die Melancholie bei Caroline Wahl schätzt und sich gern mit dem Innenleben junger Menschen befasst, wird diesen berührenden Roman lieben.
Jasmin Schreiber: "Marianengraben"
Paulas Leben ist einfach: Ihre Wohnung, etwas Geld, und ihr kleiner Bruder Tim – ihr Ein und Alles. Doch ein tragischer Unfall stürzt sie in eine tiefe Depression. Erst der schrullige, warmherzige Helmut bringt neuen Lebensmut in ihren Alltag. Gemeinsam brechen sie zu einer Reise auf, die beide verändert – leise, kraftvoll und unerwartet heilsam. Die berührende Geschichte über Verlust, Freundschaft und das Wiederfinden von Sinn und Hoffnung wird euch ähnlich berühren und hineinziehen wie Caroline Wahls "Windstärke 17".
Ewald Arenz: "Der große Sommer"
Ewald Arenz versetzt den Leser ähnlich wie Caroline Wahl in die eigene Jugend samt Gefühlschaos zurück. Im Mittelpunkt steht der junge Frieder, den Nachprüfungen und ein strenger Großvater erwarten. Doch die Ferien nehmen eine unerwartete Wendung: Mit Alma, Johann und Beate, dem Mädchen im flaschengrünen Badeanzug, wird dieser Sommer zu einer Zeit voller Freundschaft, erster Liebe, Verlust und neuen Blicken auf das Leben.
Der Autor von "Die Liebe an miesen Tagen" erzählt berührend und klug von jenen prägenden Momenten, die uns für immer begleiten. Ein Roman wie ein warmer Sommertag – hell, traurig, schön.
Annika Büsing: Nordstadt
Wieder ein ähnlicher Roman, in dem ein Schwimmbad eine wichtige Rolle spielt: Nene ist Anfang zwanzig, Bademeisterin und Spezialistin fürs Durchhalten. Gefühle? Lieber kontrolliert dosiert. Bis Boris auftaucht – wütend, wortkarg, und voller Schmerz. Ihr erstes Date endet im Fiasko, doch sie lassen einander nicht los. Zwei beschädigte Seelen, die nicht perfekt lieben, aber tief fühlen.
In ihrem Debüt erzählt Annika Büsing mit roher Ehrlichkeit und sprachlicher Wucht von einer Liebe, die weh tut, heilt – und bleibt. Ein Buch über alte Narben, neue Wagnisse und das Leben zwischen Chlorgeruch und Hoffnung.
Wusstest ihr schon? Das Erfolgsbuch von Caroline Wahl wurde verfilmt und kommt im September 2025 in die Kinos:
Anika Landsteiner: "So wie du mich kennst"
Im Buch von Anika Landsteiner steht mal keine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, sondern wir tauchen in eine ganz spezielle Schwesternbeziehung ein. Karlas Leben steht still, seit sie die Urne ihrer Schwester Marie nach Hause trägt. Ihre Seelenverwandte, ihr innerer Kompass – verloren. In New York soll sie Maries Wohnung auflösen. Doch was sie dort findet, wirft Fragen auf: Wer war Marie wirklich? Wie gut kann man einen geliebten Menschen kennen?
Ein still bewegender Roman über Trauer, Selbstfindung und die schmerzhafte Schönheit des Loslassens – mit einem Blick, der das Leben neu sortiert.
Jenny Mustard: "Okaye Tage"
Die spontane Schwedin Sam ist für ein Praktikum in London – keine Zukunftspläne, nur Gegenwart. Als sie den sensiblen Luc auf einer Party trifft, beginnt eine Liebesgeschichte im Wissen, dass sie zeitlich begrenzt ist. Zwischen Leichtigkeit und Zweifel erleben die beiden die Höhen und Tiefen einer Beziehung, die vielleicht zu flüchtig ist, um zu bleiben – und doch zu intensiv, um vergessen zu werden. Ein charmantes, schnelles Debüt voller Gefühl, Perspektivwechsel und Londoner Sommervibes. Das perfekte Buch für die Sommerferien – unterhaltsam, emotional, die Figuren nahbar und die Gefühle jung, wild und ungestüm.
Alina Bronsky: "Pi mal Daumen"
In diesem Buch geht es um zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und ihre besondere Beziehung: Als sich der 16-jährige Oscar und die lebenskluge Moni Kosinsky im Mathehörsaal begegnen, prallen zwei Welten aufeinander: Er ist adelig, hochbegabt und weltfremd, sie Mitte sechzig, mit drei Enkeln, Nebenjobs – und einem heimlichen Traum vom Studium. Moni wird für eine Putzfrau gehalten, doch ihr kluger Kopf und ihre Entschlossenheit sprechen bald für sich. Und auch Oscar merkt: Moni ist anders – und vielleicht genau die Richtige, um ihn aufzufangen.
Alina Bronsky erzählt mit Tempo, Witz und viel Herz von einer ungewöhnlichen Freundschaft, die Altersgrenzen und Vorurteile spielend überwindet. Ein tragikomischer Roman über Neuanfänge, Lebensmut und die verbindende Kraft von Mathematik.
Christian Huber: "Man vergisst nicht, wie man schwimmt"
Diese sensible Coming-of-Age-Geschichte entfaltet sich poetisch und hinterlässt euch melancholisch: Am 31. August 1999 liegt Hitze über Bodenstein, dem kleinen Ort in der bayerischen Provinz. Für den 15-jährigen Pascal – genannt Krüger – ist es der letzte Tag der Ferien. Er verbringt ihn zwischen Skatepark, Freibad und Tagträumen. Doch etwas hat sich verändert: Er kann nicht mehr schwimmen, darf sich nicht verlieben, und über das Warum spricht er mit niemandem. Lieber schreibt er Geschichten – bis plötzlich Jacky auftaucht. Ein Mädchen aus dem Zirkus, wild, furchtlos und ganz anders als alle anderen.
Christian Huber erzählt in seinem berührenden Roman von Freundschaft, Liebe, Verlust und Aufbruch – poetisch, lebendig und voller Melancholie. Ein Tag, ein Mädchen, ein Sommer – und ein Moment, der ein ganzes Leben prägt.
Elena Fischer: "Paradise Garden"
Elena Fischer hat mit "Paradise Garden" eine feinsinnige Mischung aus Jugendroman und Road-Movie geschrieben. Billie ist 14 und lebt mit ihrer warmherzigen, kreativen Mutter Marika in einer Hochhaussiedlung. Geld ist knapp, doch Marika macht das Leben hell. Als plötzlich Billies strenge Großmutter aus Ungarn auftaucht, bricht die vertraute Welt zusammen – und Billie verliert weit mehr als nur ihren Alltag.
Auf sich allein gestellt, macht sie sich im alten Nissan auf die Suche nach ihrem Vater – und nach Antworten. Warum träumt sie immer wieder vom Meer, obwohl sie es nie gesehen hat? Eine stille, kraftvolle Geschichte über Verlust, Herkunft und den Mut, das eigene Leben in die Hand zu nehmen.
Wir hoffen, da war der ein oder andere Titel dabei, der euch genauso gut gefällt wie die Bücher von Caroline Wahl, oder vielleicht sogar besser? Sicherlich ist das auch Geschmackssache und es kommt darauf an, in welcher Stimmung ihre gerade seid, wenn ihr die Geschichte lest. Lasst euch darauf ein – wir wünschen gute Lesestunden!


