Weihnachten steht vor der Tür, und damit auch die alljährliche Frage: Was schenke ich wem? Oft entstehen Geschenke nur aus reiner Verlegenheit, weil man eben etwas unter dem Baum liegen haben muss. Das ist aber gar nicht im Sinne der Weihnachtszeit. Damit ihr typische Fehlgriffe vermeidet, findet ihr hier acht Geschenk-No-Gos, die ihr am besten gleich von eurer Liste streicht.
#1 Haushaltshelfer
Natürlich sind Dampfbügelstationen, Küchenmaschinen oder Slow Cooker Dinge, die unser Leben vereinfachen. Und wenn sich jemand solche Haushaltshelfer ausdrücklich wünscht, dann spricht auch absolut nichts dagegen, diesem Wunsch nachzukommen. Denn dann soll es so sein.
Aber von selbst auf die Idee kommen, für Mama ein Bügeleisen zu kaufen, kann zurecht ordentlich nach hinten losgehen. Denn Mütter sind keine Haushaltselfen, die sich über neues Equipment immer und zu jeder Zeit freuen. Sie sind in allererster Linie Menschen, die in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen werden wollen und nicht in einer ihnen zugedachten "Position".
Wenn der Wunsch nach technischer Unterstützung im Haushalt aber da ist, dann haben wir hier ein paar Tipps:
#2 Koch- und Backbücher für Anfänger
Wir alle haben irgendwann mal mit dem Kochen und Backen angefangen. Und zu der Zeit waren Bücher für Anfänger*innen auch noch gut gemeinte Ratschläge. Wenn ihr also auch dieses Weihnachten gern ein Koch- oder Backbuch verschenken wollt: nur zu! Wichtig ist es dabei aber schon darauf zu achten, dass die Bücher nicht "Für Anfänger" geeignet sind. Denn die meisten Mütter und Väter haben das mit dem Essen machen schon ganz gut raus und freuen sich eher über Bücher, die neue Inspirationen bieten.
Auch hier gilt natürlich, Ausnahmen bestätigen die Regel. Wurdet ihr explizit dazu aufgefordert einen bestimmten Titel zu schenken und darin kommt das Wort "Anfänger" vor, dann ist das von der Beschenkten auch so gewollt.
Ansonsten kommen hier ein paar persönlich getestete Anregungen für schöne Back- und Kochbücher, von denen alle profitieren:
Dieses Kochbuch solltet ihr vielleicht eher nicht in großer Runde verschenken (und wir haben es auch nicht getestet).
#3 Babykleidung für die werdene Mutter
Wir alle kennen diese Vorfreude darauf, dass sich die Familie vergrößert. Aber Babykleidung an Weihnachten verschenken? Eher ein No-Go. Denn was bekommt denn die werdende Mutter, die ja immer noch ein eigener Mensch ist? Weihnachten ist ein guter Moment, um schon mal zu trainieren, dass es auch im Wochenbett und in der Zeit danach nicht nur ums Baby gehen sollte, sondern immer auch um die Eltern.
#4 Einladung zu Kaffee & Kuchen
Verfechter der "Zeit statt Zeug" Bewegung wollen vielleicht gern ein gemeinsames Erlebnis verschenken. So weit, so super, denn natürlich brauchen wir alle nicht immer mehr und immer mehr Kram, sondern echte Verbindung. Ihr solltet bei dieser Art von Geschenk aber bedenken, dass es der Beschenkten nicht noch mehr Arbeit macht.
Sich schön zu Kaffee und Kuchen treffen ist toll, aber bringt dann am besten schon alles mit. Denn nichts ist furchtbarer, als wenn die Beschenkte letztlich Vorbereitungsstress hat und dann in der Küche steht, während ihr eine gute Zeit habt.
Verschenkt stattdessen doch wirklich gemeinsame Zeit, die ihr dann mit den Momenten füllt, die eure Liebste glücklich machen.
#5 Bauch-weg-Trainer & Sportgutscheine
Nach der Völlerei im Dezember kommen viele auf die Idee, das neue Jahr sportlich zu beginnen. Werdet ihr um unterstützende Geschenke in diese Richtung gebeten, dann kommt dem Wunsch gern nach. Wenn nicht: Finger weg davon. Denn eine Mitgliedschaft bei Onlinesportclubs oder Bauchweg-Trainer aller Art können sehr schnell falsch verstanden werden. Und dann löst ihr, vielleicht unbeabsichtigt, ganz schlechte Körpergefühle im Gegenüber aus. So will aber niemand Weihnachten verbringen.
Es war einmal ein Bauch-weg-Trainer
Meine Mutter hat mir mal einen Bauch-weg-Trainer geschenkt, da war ich allerdings Mitte 20 und noch keine Mutter. Und ich betone: Ich hatte ihn mir nicht gewünscht ...
Wenn es ein sportliches Geschenk sein soll, das aber einen Mehrwert bietet, dann denkt doch vielleicht Richtung Yogamatte (zum Sport machen und entspannen) oder Unterstützung im Bereich Meditation.
#6 "Massage"geräte
Nicht jedes Gerät, das nach Rückenmassage-Gerät aussieht, ist auch eines. Achtet deswegen beim Kauf auf die Feinheiten. Gerade im Bereich Rückenmassage kann ein extragroßer Dildo unterm Weihnachtsbaum dann doch für ordentlich Verwirrung sorgen.
Wenn ihr Sextoys verschenkt, weil beide Parteien sich das wünschen, solltet ihr darauf achten, dass die nicht in großer Runde ausgepackt werden. Denn niemand möchte den Großeltern erklären, was der hübsche Delfin oder das komische rosa Ding denn eigentlich alles kann.
#7 Shampoo, Duschgel und Co.
Ja, wir alle müssen duschen und baden und viele pflegen sich auch gern. Das bedeutet aber nicht, dass Mütter jedes Jahr auf's Neue irgendeinen Kram rund ums Überthema Pflege geschenkt bekommen wollen. Fragt lieber vorher mal nach, ob Pflegeprodukte erwünscht sind, denn während die eine Frau sehr gern neue Sachen ausprobiert, möchte die andere gern immer die gleiche, altbekannte Pflege nutzen.
#8 Nach dem eigenen Geschmack schenken
Ein weiteres No-Go: Den Geschmack der Beschenkten ignorieren. Ihr mögt Ausflüge in den Wald, Vögel und esst gern Fleisch – und schenkt dann eine schöne Bratpfanne (Wir erinnern uns, Haushaltsgeräte sind auch ein No-Go) oder einen Ausflug mit einem Jäger? Da kommt ihr vielleicht auf eure Kosten, aber niemals die, für die das Geschenk eigentlich gedacht ist. Beim Schenken geht es aber immer darum, dem anderen eine Freude zu machen, nicht jemanden von euren Vorlieben zu überzeugen.
Darum schaden No-Go Geschenke der Beziehung
Viele Mütter bekommen zu Weihnachten Geschenke, die eher an Pflicht als an Freude erinnern. Haushaltsgeräte oder Putzutensilien wirken schnell wie ein Hinweis auf noch mehr Arbeit. Solche Präsente vermitteln selten Wertschätzung oder echte Aufmerksamkeit. Stattdessen bleibt das Gefühl zurück, dass ihre Bedürfnisse übersehen wurden. Genau deshalb gehören sie eindeutig auf die Liste der No-Go-Geschenke.
Wenn Mütter No-Go-Geschenke bekommen, fühlen sie sich oft nicht wirklich gesehen. Ein unpassendes oder unpersönliches Geschenk kann den Eindruck vermitteln, dass sich niemand Gedanken über ihre Wünsche gemacht hat. Das führt schnell zu Enttäuschung, selbst wenn die Geste gut gemeint war. Statt Freude entsteht ein Gefühl von Pflicht und Rücksichtnahme, weil man das Geschenk nicht kritisieren möchte. So bleibt am Ende ein Weihnachtsmoment zurück, der nicht das Herz wärmt, sondern eher belastet.



