Manchmal stehen in Kinderzimmern Dinge, die dort eigentlich gar nicht hingehören – aus Gewohnheit, aus Nostalgie oder weil sie irgendwann einfach hineingewandert sind. Dabei kann ein aufgeräumter, sicherer Raum Kindern viel mehr Entfaltung und Spielmöglichkeiten geben. Deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, was wirklich sinnvoll ist – und was eher Stress macht, im Weg liegt oder sogar gefährlich werden kann.
#1 Ungesicherte oder schwere Holzmöbel
Hohe Regale, wackelnde Kommoden oder Stühle, die eher Deko als Sitzgelegenheit sind – im Kinderzimmer wird an allem gezogen, überall drauf geklettert und mit allem herumexperimentiert, vor allem mit der eigenen Körperkraft. Daher sind ungesicherte Möbel das Kinderzimmer-No-Go Nr. 1.
Ob die wackelige Kommode an der Zimmerwand oder die alte wuchtige Holztruhe mit dem losen Deckel: Sie schlucken zwar alles, was gerade nicht im Weg liegen soll – können aber auch ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Kinder könnten beim Spielen Möbelstücke umreißen oder kopfüber hineinkippen.
Besser: Winkel und Möbelanker sorgen ohne großen Aufwand für abgesicherte Möbel im Kinderzimmer. Und wenn ein Teil sowieso schon länger wackelt oder sich nicht mehr reparieren lässt, darf man es auch gerne ganz aus dem Zimmer verbannen. Anstatt der schweren Holztruhe lieber Kunststoff-Boxen ohne Deckel verwenden. Das ist für Kinder greifbarer, sicherer und sichtbarer.
#2 Überdimensionierte Kuscheltiere
Sie sehen süß aus, klar. Aber XXL‑Plüschtiere sammeln Staub wie Magneten – und zwar dort, wo Kinder schlafen und spielen. Außerdem liegen sie bei vielen Familien nach drei Tagen Kuschelspaß letztlich doch nur noch im Weg rum. Und mal ehrlich: Wer hat so viel Platz im Kinderzimmer, dass so ein Riesenvieh da noch bequem reinpasst?
Für Babys sind XL-Kuscheltiere sowieso gänzlich ungeeignet, da sie im Schlaf auf das Kind rutschen und die Atmung behindern können. Beim Spielen sind sie dann viel zu groß und schwer, um wirklich etwas damit anfangen zu können.
Kleine, waschbare Kuschelfreunde sind viel praktischer, weil Kinder sie wirklich herumtragen können. Wenn ihr also etwas Gemütliches fürs Bett sucht, ist eine weiche, allergenarme Kuscheldecke die eindeutig bessere Wahl.
#3 Kaputte Kleinteile
Lose Batterien, defekte Räder, abgebrochene Kleinteile – all das landet gerne in irgendeiner Ecke im Kinderzimmer. Für kleinere Kinder kann das sehr schnell gefährlich werden, weil Teile gerne mal im Mund oder unter der nackten Fußsohle landen.
Kaputtes Spielzeug lässt sich bei der Fülle an Kram im Kinderzimmer kaum vermeiden. Mein Tipp: Sortiere regelmäßig aus, um den Überblick zu behalten. In einer „Reparaturkiste“ im Wohnzimmerschrank werden alle kaputten Teile aufbewahrt, bis du wieder Zeit hast, dich darum zu kümmern. Und wenn selbst Klebepistole oder Schraubenzieher nicht mehr helfen können, weg damit.
#4 Tausendundein Staubfänger aus Stoff
Kissen, Decken, flauschige Teppiche, Stoffschlangen, Tipi-Zelt und Hochbett-Vorhänge … alles echt gemütlich, aber in der Fülle eine ganze Armee an Staubfängern. Besonders, wenn diese selten gereinigt werden. Und ganz ehrlich: Schon, wer regelmäßig das Bettzeug wäscht, kann stolz auf sich sein.
Reduziere also besser auf ein paar Lieblingsstücke, dann muss nicht ständig so viel gewaschen werden (auch wenn mal wieder kleine Parasiten das Kinderzimmer bevölkern). Weniger Stoff ist hier wirklich mehr – und gemütlich darf es ja trotzdem bleiben.
Und wie wird's gemütlich? Z. B. mit der ganz neuen Savannen-Kinderkollektion von IKEA:
#5 Zerbrechliche Deko
Glasbilderrahmen, Porzellanfiguren, empfindliche Lampen – exklusive Dekoteile sehen zwar hübsch aus, erlauben Kindern aber nicht, in ihrem Zimmer auch wild zu spielen. Und irgendwann fliegt das schöne Teeservice aus Porzellan dann doch unweigerlich durchs Zimmer und das schlechte Gewissen (und die Verletzungsgefahr) ist groß.
Wenn du etwas Schönes an die Wand hängen willst, tut's auch der Kunststoffbilderrahmen oder ein stylisches Wandgitter mit Klammern.
#6 (Alte) Elektronik
Das ausrangierte Handy, Kabelkopfhörer, die irgendwann mal kurz interessant waren oder die alte Kinder-Kochplatte mit Stecker (ja, sowas gab es wirklich mal!) aus der Garage – all das landet erstaunlich oft im Kinderzimmer, ohne dass wir uns nähere Gedanken darüber machen. Diese alten Geräte sind aber weder sicher noch sinnvoll!
Falls dein Kind Technik spannend findet, wähle lieber kindgerechte, robuste Gadgets, wie eine Kinderkamera oder die neue Toniebox, die den aktuell geltenden Sicherheitsstandards entsprechen.
#7 Aromalampen und Duft-Diffuser
Aromalampen, Duftstäbchen oder ätherische Öle kommen manchmal in der Wohnung zum Einsatz – im Kinderzimmer haben sie aber absolut nichts verloren, da sie für Kinder weder nötig noch besonders verträglich sind. Für Babys gilt das noch stärker: Ihre Atemwege sind noch sehr empfindlich, und starke oder künstliche Düfte können sie schnell überfordern oder, schlimmer noch, Reizungen, Atemnot oder sogar allergische Reaktionen auslösen.
Frische Luft ist immer die bessere und sicherste Wahl! Wenn euer Kinderzimmer also frischer werden soll, reicht tägliches Lüften vollkommen aus. Eine Alternative wäre eine schlichte, leise Luftreinigerlösung, die für Kinderhände unerreichbar an einem sicheren Platz aufgestellt wird.
Weniger Kram, mehr Leichtigkeit
Ein Kinderzimmer muss weder perfekt noch instagramable sein – das ist schlichtweg an der Realität vorbei. Aber es sollte ein Ort sein, an dem Kinder wirklich frei und sicher spielen können. Alles, was sie daran hindert, kann getrost weichen.
Du musst jetzt sicherlich nicht sofort das ganze Zimmer umkrempeln. Oft reicht es, ein oder zwei Dinge mal auszusortieren oder zu überdenken, um mehr Freiraum zu schaffen. Wenn Kinder ihr Zimmer gut nutzen können, entsteht ganz automatisch mehr freies Spiel, mehr Ruhe (für dich) und oft sogar mehr Ordnung – weil sie überall drankommen und dürfen.










